Aus Protest heute dieses Bild des Tages mit dem Titel “Scheiß Motiv aber schief und unscharf”:

Heute war die Eröffnung der Fotoausstellung im Marktheidenfelder Franck-Haus. Der Fotowettbewerb bei dem meine Bilder verschlampt wurden ich nicht teilgenommen habe. Ganz ehrlich bin ich abgrundtief enttäuscht! Enttäuscht von der Jury denen ich jede Fähigkeit abspreche Motive und Qualität zu bewerten, enttäuscht von den Siegerbildern (die ersten 3) und enttäuscht von der Frechheit mancher Fotografen. Das muss ich wirklich mal so sagen. Das Bild das den 2. Preis erhalten hat (und das ich “damals” auf den ersten Blick in der Zeitung als eigentlichen Gewinner angesehen habe) ist eine Unverschämtheit! Es ist nicht nur ein schlechtes HDR das völlig überzogen ist, nein, das Bild ist verschwommen, schief (deutlich) und das Boot das fotografiert wurde gibt es durch den Geistereffekt gleich zweimal. Die Motivwahl war gut aber zumindest etwas Qualität darf man erwarten.
Die Aufnahme die gewonnen hat muss wohl ein Bekannter eines Jurymitglieds gemacht haben und Platz drei ist eine verwaschene Nachtaufnahme der Nordbrücke mit ein paar Lichtstreifen. Tolle Perspektive aber die zitierte “Perfekte Technik” ist ein Witz! Ich bin jetzt enttäuscht, dass meine Mutter nicht unter den Top 3 Bilder war, denn dieses Bild ist mitunter das Beste was ich dort gesehen habe. (Und das schreibe ich nicht um am Wochenende zum Essen eingeladen zu werden…..mir würde 12.00 Uhr passen!)
Ich habe Verständnis dafür, dass man keine hohe Kunst erwarten darf bei einer solchen Ausstellung. Ich bin nicht vermessen genug zu behaupten, ich hätte alles besser machen können aber man darf doch bitte grundlegende Dinge erwarten:
1. Ein scharfes Bild
2. Ein gerades Bild
3. eine interessante Perspektive
Ich bin der Meinung, dass diese drei Punkte wirklich Grundlage sein sollten und am Ende das i-Tüpfelchen entscheidet: Die Idee, der Humor, die Emotion oder einfach das Farbspiel.
All das haben vielleicht 5 Bilder. Mehr nicht. Und das bei einer Ausstellung bei der (eine Schätzung) um die 50 Bilder präsentiert werden. Der Abschuss war ein Bild von zwei Feuerwehrleuten – ein Schnappschuss ohne Sinn und Verstand. Ich möchte niemanden verärgern oder beleidigen aber mir war nicht klar, dass Handy Schnappschüsse erlaubt waren.
Das in meinen Augen schönste Bild ist nicht einmal im Kalender (der von der Main-Post in Main-Post Qualtität) gedruckt wurde. Und wer jetzt denkt ich bin einfach nur verärgert und sauer wegen der Vorgeschichte: Stimmt! Aber ich bemühe mich jeden Tag besser zu werden und versuche jeden Ratschlag umzusetzen. Ich höre zu wie ein kleines Kind, wenn mir Menschen (die ich ernst nehme) etwas erklären, lese Bücher und versuche nicht nur Bilder sondern Momente, Emotionen etc. aufzunehmen. Wenn ich Gegenstände fotografiere, versuche ich es technisch gut zu machen. Ich fotografiere viel um besser zu werden. Entgegen der kranken Meinung mancher Möchtegern-Intellektuellen ist Digitalfotografie weit mehr als auf einen Knopf zu drücken. Diese Ausstellung bestätigt allerdings genau diese falsche Meinung wenn man die Entscheidung der Jury ernst nehmen würde – was ich nicht tue!
Das schönste an der Ausstellung war die Zigarette danach, Huberts versaute Witze in der Eisdiele und die Freude meiner Mutter während (vor, danach, nächste Woche, in 5 Jahren) der Preisverleihung.