Seit April bin ich mehr oder weniger regelmäßig Wasserski fahren, wobei das “Fahren” nicht so wörtlich genommen werden darf. Entgegen meiner Freundin, die mitterlweile auf einen Ski verzichtet und mich ziemlich alt aussehen lässt bei dieser geilen Sportart, starte ich zumindest schon einigermaßen sicher auf zwei Ski an der langen Leine. Es sieht scheiße aus aber hey, ich kann übers Wasser gehen fahren.
Wenn man sich auf zwei (wirklich sehr positiv gemeint) bekloppte Frisöre und einen nicht weniger (das ist auch sehr nett gemeint – wirklich!) bekloppten Winzer einlässt, die einem diesen tollen Sport nahebringen wollen, muss man schon einiges schlucken können. Hauptsächlich Wasser und an einigen Abend auch alles andere. (Außer Wasser) Am Anfang dachte ich wirklich: Wer sich mit 430PS über den Main ziehen lässt, der muss einfach ein bisschen “anders” sein. Jetzt aber weiß ich: Wer sich mit 430PS über den Main ziehen lässt, der ist anders! Und das steckt gewaltig an. Ab dem Zeitpunkt, ab dem man sich darauf einlassen kann, hat man an einem Tag mehr Spaß als in einer Woche Urlaub. Und wenn man mal einfach darauf hört, was die Jungs einem sagen, lernt man an einem Tag mehr als man glaubt. Irgendwann macht es einfach “klick” und man hängt hinter einem 430PS Boot und schreit: “Schneller!”
Worum gehts eigentlich? Fotografie! Worum Sonst?
Wer die Chance hat, das einmal zu machen, der sollte es unbedingt tun: Wassersport fotografieren macht Spaß und wenn man die Kamera richtig einstellen kann, dann wird man auch mit Bildern belohnt, die wirklich Klasse sind. Ab dem Zeitpunkt, ab dem man sich an Boot, Wasser und den Sport selbst etwas gewöhnt hat, sucht man sich einfach neue Perspektiven für die Aufnahmen. Liegend auf der Plattform während der Fahrt, kniend am Bug oder einfach hängend an der Bordwand. Oder während der Fahrt neben dem Boot. (Natürlich nicht im, sondern auf dem Wasser!)
Wie geht das?
So:


Und das Ergebnis kann sich auch sehen lassen:
