Tag Archive: Marktheidenfeld


Ist mein Objektiv scheiße oder bin ich es? Ich habe lange überlegt, gelesen, getestet und mit mir gerungen und letzlich war es wohl die Verzweiflung, die mich dazu bewogen hat das neue Objekt zu kaufen. Die Bilder wollten irgendwie nicht mehr scharf werden, vor allem im Randbereich hatte ich eine ungewollte unschärfe die selbst bei Belende f22 nicht verschwinden wollte. Es war am Schluss ein Glücksspiel einmal ein scharfes Bild hinzubekommen. Woran das nun genau lag, weiß ich bis heute nicht. Angelaufen? Gelockerte Linse? Ich weiß es nicht.

Jetzt bin ich nicht der Typ, der alles erstmal auf die Ausrüstung schiebt und habe deshalb versucht den Fehler außerhalb der Kamera zu suchen. Nach eine paar Tests mit anderen Objektiven habe ich mich schließlich dazu durchgerungen mein geliebtes Sigma 18-200 gegen ein 24-70mm mit durchgehender Lichtstärke von 2.8 zu ersetzen. Ja, ich weiß, von einem solchen Brennweitenbereich wie das 18-200mm hat, sollte man nicht zuviel erwarten. Es war aber bisher ein wirklich tolles Objektiv. Vermutlich hat es dann doch den einen Wasserspritzer zuviel beim Wasserski oder den einen Schlag zuviel beim ständigen Transport abbekommen. Das Objektiv hat jetzt wirklich viel mitgemacht und mit einem lachenden und einem weinenden Auge (vielleicht daher die Unschärfe?) habe ich gestern Nacht ein paar Testaufnahmen gemacht. Jetzt reden wir mal wieder von Schärfe!

380 Fotos, 10 Einzelpanoramen, 20 Korrekturbilder und nur ca. 14 MB groß! Das ist die Marktheidenfelder Fußgängerzone in “virtuell”.

Die Marktheidenfelder Nordbrücke bei Nacht…..mal wieder.
Die Brücke hat auf mich bei Nacht eine besondere Wirkung. Ich kann gar nicht so richtig sagen warum – und trotzdem stehe ich jedesmal davor und versuche die Faszination die sie auf mich hat irgendwie auf ein Foto zu bringen. Vielleicht komme ich dem so langsam näher – ich weiß es nicht. Vielleicht ist die Faszination aber auch in romantischen Gedanken begründet? Meine EOS 20D habe ich dort zum ersten Mal benutzt. Bei Nacht, klar. Meine EOS 50D wurde dort entjungfert und wenn ich unter Berücksichtigung der letzten beiden Aussagen jetzt noch schreibe, dass ich dort tolle Nächte verbracht habe, geht es mit der Kernaussage vermutlich in eine völlig falsche Richtung…


Virtuelle 360° x 180° Tour

Seit ca. einem Jahr erstellen wir bei macmyday 360°x180° Panoramen für unsere Kunden. In den nächsten Tagen wir die neue Website von www.route360.de online gehen. Heute wurde der virtuelle Rundgang für den Showroom fertig und ich muss sagen, dass ich schon stolz darauf bin. Entstanden ist die virtuelle Tour durch die Marktheidenfelder Laurentius-Kirche aus 6 Einzelpanoramen, die über Hotspots miteinander verknüpft wurden:

Die virtuelle Tour durch die St. Laurentius Kirche Marktheidenfeld ist eigentlich nichts Neues, denn schon für die Internetseite der Stadt Marktheidenfeld wurde die Tour im Juli 2010 erstellt. Neu sind die Funktionen und ein paar kleinere Effekte. Durch einen Blendeffekt an der Orgel z.B. wird der “räumliche Effekt” weiter verstärkt. Der Zoom von einem Hotspot zu einem anderen ist ebenfalls neu. Das Highlight jedoch ist die Dateigröße: 10 MB – mehr hat die komplette Datei nicht mehr und ist somit ca. 5x kleiner als der ursprüngliche virtuelle Rundgang, den man übrigens hier sehen kann: www.marktheidenfeld.de

Seit dem Kauf meiner ersten Spiegelreflexkamera stand ich Stunden – vielleicht Tage – nachts irgendwo in den Hädefelder Pampas um die Orte zu fotografieren, von denen ich wusste, dass sie auf mich einfach einen tollen Eindruck hinterlassen. Am Anfang war es einfach nur um die Technik der Langzeitbelichtung zu lernen und verschiedene Dinge auszuprobieren.

Mittlerweile glaube ich die Technik zu beherrschen auch wenn das ein gefährlicher Ausdruck ist wenn man sich richtiger Weise eingestehen muss, nie ausgelernt zu haben. Doch momentan geht es mir mehr darum interessante Motive zu finden, die einem scheinbar auszugehen drohen. Warum eigentlich? Es ist einfach zu sagen, die Stadt wäre für Fotografie “ausgelutscht” wie ich es gestern in einem Gespräch mit Benedict Rottmann selbst gesagt haben. Ich denke auch in der Fotografie gibt es einen Moment, indem man sich entscheiden muss. Ziehe ich weiter und suche nach neuen Motiven, die “einfach” zu fotografieren sind, weil es “den einen” Ort gibt, von dem aus man Fotografiert oder gehe ich auf die Suche nach diesen ganz besonderen Orten von denen aus niemand daran denkt ein Foto zu machen, weil es scheinbar uninteressant ist. Wenn ich eines gelernt habe , dann ist es die Tatsache, dass gute Fotografen aus scheinbar uninteressanten Blickwinkeln mit genialen Bildern viele Emotionen vermitteln können, während schlechte Fotografen mit bester Aussicht auf eine tolle Location manchmal einfach gar nichts audrücken können.

Ich glaube jetzt ist der Punkt erreicht, andem man einmal darüber nachdenken sollte neue Wege zu gehen, neue Blickwinkel in Erwägung zu ziehen und die Sicht der Dinge – bzw. die Sicht auf die Dinge – neu überdenkt. Zum Leidwesen meiner Frau wird jetzt wohl wieder eine Zeit kommen, in der ich nächtelang unterwegs bin um neues auszuprobieren. Vielleicht aber übertreibe ich auch und….meine Frau findet es gar nicht so schlimm ;)

Mein Klassiker:

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